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Wie lange dauert mein Scheidungsverfahren?

Fast jeder wünscht sich ein möglichst schnelles Scheidungsverfahren. Die Dauer solcher Verfahren ist oftmals sehr unterschiedlich, woran liegt das?

Die erste Weichenstellung ist immer die Frage, ob der Versorgungsausgleich durchgeführt werden muss, also die Aufteilung der in der Ehezeit erworbenen Rentenanrechte.

Grundsätzlich findet der Versorgungsausgleich statt. Das Familiengericht versendet nach Eingang des Scheidungsantrags Fragebögen, die von den Eheleuten auszufüllen sind, dann werden über das Familiengericht von den Rentenversicherungsträgern Auskünfte über die erworbenen Rentenanrechte eingeholt. Dies betrifft alle Rentenanrechte, also die gesetzlichen Anrechte bei der Deutschen Rentenversicherung, Riesterrenten, betriebliche und private Altersvorsorge etc.

Diese Einholung der Auskünfte kann gelegentlich sehr viel Zeit in Anspruch nehmen. Hier ist es wichtig, dass vom bearbeitenden Rechtsanwalt der Fortgang des Verfahrens laufend überwacht wird, was bei mir selbstverständlich ist. Wenn ein Rentenversicherungsträger lange keine Auskunft erteilt schreibe ich das Familiengericht an und fordere es auf, die Versicherung an die Erteilung der Auskunft zu ermahnen, oder ich schreibe die Versicherung auch direkt an. Besonders zeitintensiv ist die Einholung von Auskünften bei früheren Auslandsaufenthalten, wenn ausländische Versicherungen beteiligt werden müssen.

Ein Versorgungsausgleich wird dann nicht automatisch durchgeführt, wenn die Ehe weniger als drei Jahre gedauert hat, also ab dem Zeitpunkt der Eheschließung bis zur Einreichung des Scheidungsantrags. Allerdings kann der Versorgungsausgleich auf Antrag eines Ehegatten durchgeführt werden, dann geht das Verfahren ganz normal seinen Gang.

Ein Versorgungsausgleich wird auch dann nicht durchgeführt, wenn im Rahmen einer notariellen Vereinbarung der Versorgungsausgleich ausgeschlossen wurde, wobei auch durch Erklärung gegenüber dem Familiengericht der Ausschluss des Versorgungsausgleichs erfolgen kann, wobei dann aber beide Eheleute von einem Rechtsanwalt vertreten werden müssen.